ABB – Nachhaltigkeit aus der Schweiz

ABB – Nachhaltigkeit aus der Schweiz

Bei meiner Recherche zu einem Instagram-Post über Schweizer Aktiengesellschaften, bin ich auf ein sehr interessantes Unternehmen gestoßen: ABB – Asea Brown Boven

Tatsächlich ist mir dieses Unternehmen vorher nie wirklich aufgefallen und nach einer Umfrage zu eben diesem Post, wurde vermehrt nach einer Analyse zu diesem Unternehmen gefragt.

ABB entstand 1988 aus dem Zusammenschluss des schwedischen Unternehmens ASEA und der schweizer Firma BBC. In seiner heutigen Form besteht das Unternehmen seit 1999 und ist zwischenzeitig der größte industrielle Arbeitgeber der Schweiz gewesen.

2018 wurde der Verkauf der Stromnetzsparte an die japanische Firma Hitachi angekündigt. Dabei wurden zunächst 80,1% der Anteile veräußert, was der Firma ABB etwa 7,7 Mrd. US-Dollar eingebracht hat. Des Weiteren besteht die Option, die restlichen 19,9% innerhalb der nächsten drei Jahre ebenfalls an Hitachi zu veräußern.

Grund für den Verkauf ist die Neuausrichtung der Firma bzw. die Verschlankung der Geschäftsbereiche, was zu einer intensiveren Kundenbeziehung und einer höheren Kundenzufriedenheit führen soll.

Aber was macht ABB denn genau?

Das Unternehmen kann in vier Geschäftsbereiche aufgeteilt werden:

  • Elektrifizierung
  • Prozessautomation
  • Antriebstechnik
  • Robotik und Fertigungsautomation

Elektrifizierung

Der Bereich Elektrifizierung setzt sich mit Produktlösungen und Dienstleistungen im Bereich der Energieverteilung auseinander. Dabei bietet ABB ein breites Spektrum an Nieder- und Mittelspannungsprodukten an. Zusätzlich werden Lösungen für die Automatisierung von z.B. Maschinen und Gebäuden angeboten. Besonders Interessant: ABB bietet Ladestationen für Elektrofahrzeuge wie z.B. Elektrobusse an.

Prozessautomation

Die Prozessautomation beschäftigt sich mit der Automatisierung industrieller Prozesse. Hierbei liegt der Fokus auf Mess- und Analysetechniken, Energiemanagement und Systemsicherheit.

Antriebstechnik

Wie die Bezeichnung bereits nahe legt, geht es hier um die Herstellung von diversen Antrieben. Darunter finden sich Generatoren, Bahnmotoren und auch Schiffsantriebe.

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Robotik und Fertigungsautomation

Der vierte Geschäftsbereich stellt diverse Roboter für den industriellen Gebrauch her. Abnehmer sind z.B. die Logistikbranche (Verpackungsautomatisierung) und die Autoindustrie (Karosseriebau). Zusätzlich zu der Herstellung bietet die ABB auch Dienstleistungen wie die Inbetriebnahme und Wartung der Roboter an. Auch im Bereich der künstlichen Intelligenz wird bereits geforscht.

Die Aktie:

  • ABB gehört in vielen Bereichen zur weltweiten Spitze (zumindest nach eigener Aussage)
  • Großer Fokus auf Trendthemen, die zukünftig immer mehr an Bedeutung gewinnen werden, wie z.B. E-Mobilität und Wasserstoffantriebe für die Schifffahrt
  • Bereits heute ein sehr nachhaltiges Unternehmen, das sich auf die Reduzierung des CO2- und Energieverbrauchs im Industriesektor fokussiert hat. ABB wurde in die Liste der 100 nachhaltigsten Unternehmen der Welt aufgenommen und belegt dort Platz 33
  • Die Umsätze und Gewinne der vergangenen Jahre sind eher rückläufig gewesen, also kein Wachstum vorhanden (liegt allerdings zum Teil auch an der Umstrukturierung)
  • Durch den Fokus auf die Themen Nachhaltigkeit, CO2-Einsparung und Wasserstoffantrieb, bietet ABB ein großes Potenzial. Kurzfristig sehe ich noch ein relativ hohes Risiko bei einem Investment, langfristig kann sich dieses aber möglicherweise auszahlen!                                 

Ich werde ABB erstmal weiter beobachten!

Status: Watchlist

Disclaimer:

Es handelt sich hierbei weder um eine Anlageberatung, noch um eine Kaufempfehlung meinerseits. Wertpapieranlagen sind mit Risiken verbunden und können zum Totalverlust führen!

Ich halte aktuell keine der erwähnten Aktien!

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